Fraktion DIE LINKE schlägt Notfallplan für Kitas und Schulen vor.

 

Die Corona-Krise verschärft auch in Wedel die soziale Spaltung.

Die Fraktion DIE LINKE schlägt daher einen Notfallplan vor.

Die Vorsitzende des Elmshorner Kinderschutzbundes Elke-Maria Lutz hat zu recht gefordert, dass insbesondere in dieser schwierigen Situation die Schwächsten in unserer Gesellschaft nicht übersehen werden dürfen. Wie immer trifft es diejenigen, die sich selbst nicht helfen können und unter den gegenwärtigen Einschränkungen besonders leiden – die Kinder.

Auch in Wedel sind Schulen, Kitas, Spielplätze und die Tafel geschlossen, alles Einrichtungen, auf die gerade Kinder aus armen Familien besonders angewiesen sind. Wer in einem Haus mit Garten, mit PC und Notebook und Eltern aufwächst, die selbst jetzt ausreichend Geld verdienen und in der Lage sind, den Wegfall wichtiger Einrichtungen auszugleichen, übersteht diese Krise besser als Kinder in einer kleinen Etagenwohnung, ohne hinreichende IT-Ausstattung und hilfreiche Eltern.

Diesen Kindern fehlen jetzt Frühstück und Mittagessen in Kitas, die Lehrer und Mensen ihrer Schulen und die Kinderspielplätze – mit vielleicht dramatischen Folgen für ihre weitere Entwicklung. Sie werden besonders viel nachholen müssen.

Die Fraktion DIE LINKE fordert daher Politik und Verwaltung in der Stadt Wedel auf, auch hierfür einen Notfallplan zu entwickeln. Natürlich ist dies unter den aktuellen Bedingungen alles andere als einfach, aber die Kinder sollten es uns wert sein. Wedel rühmt sich seiner guten Schulen und Kitas und sollte es schaffen, deren Wegfall wenigstens in einer Hinsicht zu kompensieren.

Auch DIE LINKE ist der Ansicht, dass der Kita-Standort am Fährenkamp erhalten bleiben muss. Dies sollte allerdings nicht übereilt passieren, sondern nur mit einem neuen Träger, der über genügend Erfahrung und Kompetenz verfügt und dies in seiner bisherigen Arbeit bewiesen hat. Wir halten es daher für richtig, dass die Verwaltung im Zusammenwirken mit den Eltern, dem Insolvenzverwalter und den dortigen Erzieherinnen genau danach sucht, anstatt vorschnelle und auf Dauer nicht tragfähige Lösungen zu präsentieren. Sonst besteht die Gefahr, in kurzer Zeit erneut in eine ähnliche Situation zu geraten.

Wir schlagen daher vor, die Versorgung der Schul- und Kitakinder, die bisher und gerade jetzt auf das Essen in den Einrichtungen angewiesen waren, in Angriff zu nehmen. Möglich wäre das, indem die Stadt eine der Schulmensen (oder mehrere abwechselnd) in Betrieb nimmt und die dort zubereiteten oder erwärmten Mahlzeiten vielleicht durch freiwillige Helfer ausliefert.

Wir hoffen, dass dieser Vorschlag entweder schnell umgesetzt wird oder wenigstens zu weiteren Überlegungen führt, wie Wedel in dieser schwierigen Situation dafür sorgen kann, dass der hier wehende frische Wind nicht zu einem kalten wird.


Für die Fraktion DIE LINKE

Detlef Murphy

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