50% bezahlbarer Wohnraum in Norderstedt – Warum nicht in Wedel?

Der Arbeitskreis Wohnen in Norderstedt hat es geschafft:

LINKE, SPD, CDU und GRÜNE haben einen gemeinsamen Plan entwickelt, der eine Quote von 50% Anteil als sozialverträglichem, öffentlich gefördertem Wohnraum vorsieht.

Wie in vielen anderen Städten auch, hat jetzt auch Norderstedt diese höhere Quote für bezahlbaren Lebensraum festgelegt.

Die 50%-Quote für Bauprojekte ist dabei eine Reaktion auf den massiven Verlust von bezahlbarem Wohnraum in Norderstedt:
Alleine von 2018 bis 2019 sollen die bezahlbaren Wohnungen von 1700 auf 1400 gesunken sein. 300 Wohnungen, die in nur einem Jahr aus der Sozialbindung herausgefallen sind,

Nun soll künftig in allen B-Plänen eine 50%-Quote öffentlich geförderten Wohnungsbaus gelten.

Davon je 25% nach dem 1. Förderweg (6,10 Euro/qm) und 25% nach dem 2. Förderweg (7,40 Euro/qm).
Bisher galt in Norderstedt wie in Wedel eine 30%-Quote, die aber den massiven Rückgang der bezahlbaren Wohnangebote für geringe und mittlere Einkommensgruppen nicht stoppen konnte.

Die Investoren kündigen im ersten Reflex eine Verteuerung von frei finanziertem Wohnraum an und drohen damit, in Norderstedt nicht mehr bauen zu wollen – eine leere Drohung, denn auch Sozialverträglicher Wohnraum verspricht weiterhin eine gute Rendite und die Preise von frei finanzierten Wohnungen steigen trotz Mietpreisbremse wie eh und je.

In Wedel fordert DIE LINKE schon seit ihrem Bestehen einen höheren Anteil von bezahlbarem Wohnraum, um allen Einkommensschichten eine Heimat bieten zu können.

Doch die Realität sieht so aus, dass in Wedel selbst die aktuelle 30%-Quote in den meisten Fällen schamlos unterschritten wird.
DIE LINKE kämpft dabei stets mit Mühe dafür, dass wenigstens diese 30% gelegentlich mal eingehalten werden. Dabei halten auch wir eine Maßnahme wie in Norderstedt für dringend notwendig!

Auch in Wedel genügt die Quote von 30% längst nicht mehr, um genügend bezahlbaren Wohnraum für alle zu schaffen – Norderstedt macht uns vor, was auch hier möglich wäre.

Eine weitere Lösung sind echte kommunale Wohnungen
– auch diese fordert die LINKE seit langem für Wedel!

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