Friedrich Merz – Vom Saulus zum Paulus?

Vom Saulus zum Paulus?

Friedrich Merz ist die wohl Umstrittendste Personalie der momentanen Zeit. Damals von Angela Merkel in den Untergrund gedrückt, heute von Wolfgang Schäuble hervorgehoben.

Herr Merz ist in diversen Aufsichtsräten von renomierten und weniger bekannten Aktienunternehmen Tätig. Wirtschaftliche Kompetetenz sollte man ihm daraufhin kaum abstreiten. Mit seinem Fachwissen sollte er eine gute Ergänzung für die CDU, aus der er niemals Ausgetreten ist, sein.

Warum wird der Mann dennoch so kritisch beäugt? Weil er Wohlhabend ist? Weil er in der nähe von „Heuschrecken“ arbeitet? Ich denke nicht. Herr Merz hat sich einiges erabeitet, ob nun verdient oder nicht spielt dabei keine Rolle.

Was bei Herrn Merz aber kritisch wirkt sind seine Aussagen von 2003. (siehe SPON vom 28.02.2003)

„Die Funktionäre der Gewerkschaften müssen sich aus den Angelegenheiten der Firmen spürbar zurückziehen. Wir brauchen einen Paradigmenwechsel bei der Lohnfindung. Es gibt derzeit im Betriebsablauf zu viel Fremdbestimmung von außen.“ Gewerkschaften)

„Nach fast 30 Jahren verdient das Mitbestimmungsgesetz von 1976 eine Überprüfung“, sagte er. „Außer Luxemburg wollte kein Land der Erde unser Modell übernehmen, das sollte uns nachdenklich stimmen.“ (Betriebsverfassungsgesetz)

„Wenn in diesem Land eine Ehe leichter geschieden werden kann als ein Arbeitsverhältnis beendet, dann stimmt etwas nicht.“ (Kündigungsschutz)

„Viel mehr als eine Basissicherung ist in Zukunft nicht mehr möglich.“ (Rente)

„Rund um die Arbeitslosigkeit hat sich eine Sozialindustrie entwickelt, die davon lebt, dass das Problem nicht gelöst wird“ (Agentur für Arbeit)

Mit seiner letzten Aussage mag Herr Merz nicht unrecht haben. (Viele Private Unternehmen profitieren davon)

Und sicherlich sollte man niemanden vorverurteilen für Aussagen die er vor 15 Jahren getroffen hat. Aber wie wahrscheinlich ist es, das er seine Meinung geändert hat nach 15 Jahren in diversen Aufsichtsgremien?

Will die CDU Arbeitnehmer zurück in ihren Kreis holen mit ihm? Oder will sie nur der AFD Stimmen abgewinnen. (Die AFD versucht in ihrem Programm die FDP neoliberal zu überholen)

Die Zeit wird es zeigen.

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