Thema: Hamburg vs. Airbnb (SPON)
oder: Bürgerschutz vs. Renditeschutz

Kommentar zum Spiegel-Artikel (22.8.2018)
„Hamburg will gegen illegale Airbnb-Vermietung vorgehen“

LINK zum Artikel: http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/airbnb-hamburg-will-gegen-illegale-untervermietung-vorgehen-a-1224431.html

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Heissa, Hamburg verschärft ab 2019 sein Wohnraumschutzgesetz!


Kommerzielle Vermietung nur noch 2 Monate im Jahr, anstatt von 6 Monaten. Auch die Strafen werden empfindlich angehoben, von 50K € auf 500K €. Das Onlineportal findet das ganze unverhältnismäßig und bedauert das den Hamburger Besitzern so die Möglichkeit genommen wird am Tourismus mitzuverdienen.


Nun natürlich bedauern sie das, denn wenn weniger kommerziell vermietet wird, bekommen solche Portale auch weniger Geld – Das Wohl und Wehe der Hamburger Besitzer dürfte da eher Zweitrangig sein.


Das Geschäftsmodell ist schließlich, mit einer pflegeleichten Plattform das Geld anderer einzusammeln: Nämlich das der Immobilienbesitzer, die das Wagnis einer Immobilie auf sich genommen haben.

Aber auch diese werden am Ende nicht so erfreut sein, immerhin kann man so 31 – 83 € pro Nacht bekommen. Das sind 930 – 2490 € im Monat (abzüglich der Portalgebühr). Und der „Mieter“ hat weniger gesetzlichen Schutz als ein normaler Mieter.

 

Jedoch ist für die Häusle und Wohnungsbesitzer auch §14, Absatz 2, Grundgesetz gültig:

 

„Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll Zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen“

 

Das der Markt etwas flotter als die Politik unterwegs ist, ist normal.

Aber das die Politik darauf dann auch mal im Sinne der Mehrheit der Bürger reagiert, ist eine Willkommene Sache.

 
Autor: Patrik Eichberger

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